Evangelische Kirchengemeinde
 


Kirchengemeinde Holzen

Aktuelle Informationen zur Kirchengemeinde Holzen und zu den Gottesdienstzeiten finden Sie, wenn sie hier klicken. Weitere Informationen zum evangelischen Kirchenbezirk finden Sie auch unter www.ekima.info. Zur Geschichte unserer Kirche hat der ehemalige Pfarrer unserer Kirchengemeinde, Axel Huettner, den nun folgenden Text geschrieben.

Geschichte der Kirche Holzen

Die Holzener Kirche wird im Jahre 1275 erstmals urkundlich erwähnt als „ ecclesia de Holzhain in decanatu Wisental“. Sie war der Gottesmutter Maria geweiht, als „Kirche unserer lieben Frauen“. Über viele Jahrhunderte gehörten auch die Christen von Riedlingen zur Holzener Pfarrei.
Ältester Teil der Kirche ist der hochmittelalterliche Turm mit seinem typischen Markgräfler Habitus, dem steilgeneigten Satteldach mit Storchennestern und dem aus Platzmangel einseitig angeordneten Zifferblatt der Turmuhr. 1878 wurde die Kirche einer dringenden Sanierung unterzogen, der sie ihr heutiges äußeres Aussehen verdankt. Das Kircheninnere wurde in der grundlegenden Sanierung von 1982 neu gestaltet.
Der Altarbereich erhielt durch eine Hochkanzel in Chorwandmitte nebst der Öffnung der beiden in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts zugemauerten Chorfenster eine dominierende Stellung. Die farbige Verglasung entspross dem Entwurf Valentin Feuersteins. Dargestellt wurde, vom Betrachter aus links von oben nach unten gesehen: Die Erschaffung des Universums, darunter die drei Bundesschlüsse der hebräischen Bibel mit Noah, mit Moses am Sinai und mit dem Pessachmahl. Das rechts gelegene Fenster zeigt von oben her gesehen die Auferstehung Jesu, darunter die Emmausgeschichte und zuunterst das Pfingstgeschehen. Ein kostbarer Fund spätmittelalterlicher Fresken an der Südostwand wurde freigelegt und konserviert. Zu sehen sind Szenen der Geburtsgeschichte Jesu.
Eine Zutat unserer Zeit ist das große Passionsgemälde von Paul Ibenthaler, das einst die Altarwand mit seiner großen Tiefenwirkung dominierte und später neben der Orgel auf der Empore ein ungesehenes Dasein fristete. Seit einiger Zeit hängt es im vorderen Teil der Südostwand.
Von 2011 an fertigte die Paramentenstickerin Christel Schmuck und deren Tochter Mechthild die in Entwurf und Ausführung bemerkenswert schönen Antipendien an Kanzel und Altar. Die kirchenjahreszeitlich nicht benötigten Paramente befinden sich in Glasvitrinen an der Westwand.
Die 1878 von der Durlacher Werkstatt Voit und Söhne gefertigte einmanualige Orgel steht unter Denkmalschutz und erfreut die Gemeinde bei Konzerten und in den Gottesdiensten mit dem warmen Klang ihrer 10 Register.
Auf dem Kirchturm befinden sich 5 wohltönende Bronceglocken, die die Gemeinde zu Gottesdienst und Kasualien zusammenrufen.
Ein besonderer Schatz der Holzener Kirche sind die Grabtafeln und Epitaphe, die sich teilweise an der äußeren Südostwand und im Kircheninnern befinden und an bedeutende Persönlichkeiten der Holzener Geschichte erinnern.

 

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